Veranstaltungen

Sinti und Roma in Bayern - Zwischen Anerkennung und Abgrenzung

Seit Jahrzehnten sind deutsche Sinti und Roma als nationale Minderheit anerkannt, seit Jahrhunderten hier beheimatet. Obwohl die Beziehungen zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheit vielfältig und offen gelebt wurden, sind die Vorstellungen auf Seiten der Mehrheit zumeist von geringem Wissen und dem Fortwirken von Vorurteilen geprägt.

Vor diesem Hintergrund haben wir Sinti aus drei Generationen eingeladen, die über ihre Erfahrungen und Sichtweisen berichten werden.

Die individuellen Lebensgeschichten eröffnen einen vielschichtigen Blick auf die Geschichte der Sinti und Roma, die von der zentralen Erfahrung des Völkermords im Nationalsozialismus geprägt ist, über die seit den 1980er Jahren aktive Bürgerrechtsarbeit bis zu den gegenwärtigen Lebenswirklichkeiten führt. Es eröffnen sich hieraus Fragen nach dem heutigen Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit, nach der Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft und eine Perspektive auf die Weitergabe von Erfahrungen über mehrere Generationen hinweg.

 

Termine und Links:

26. JANUAR 2021: EVA FRANZ (GEB. 1940) IM GESPRÄCH MIT BIRGIT MAIR
(INSTITUT FÜR SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG NÜRNBERG)

Veranstaltungsbericht epd

 


09. FEBRUAR 2021: ROBERTO PASKOWSKI (GEB. 1957) IM GESPRÄCH MIT THOMAS HÖHNE
(VERBAND DEUTSCHER SINTI UND ROMA, LANDESVERBAND BAYERN)


11. MÄRZ 2021: BENJAMIN ADLER (GEB.1985) IM GESPRÄCH MIT RAINER BURGER
(DIAKONIE HASENBERGL)


JEWEILS 19.00 UHR I Anmeldung zu allen drei Veranstaltungen per Email an bildung.evangelisch-er@elkb.de 

 

Mit finanzieller Unterstützung der Kreisssparkasse ERH und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus

 

Vergangene Veranstaltungen

 

Kontinuität - Vergessen - Gedenken

Rechter Terror in Deutschland seit 1980

Im Dezember 1980 wurden in Erlangen Shlomo Lewin und Frida Poeschke Opfer eines antisemitischen Mordanschlags. Der Täter Uwe Behrendt war Mitglied der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, die unweit von Erlangen ihr Hauptquartier hatte. Ein antisemitisches Tatmotiv wurde von den Ermittlungsbehörden lange Zeit nicht in Betracht gezogen. In der Stadtgesellschaft hat die Tat nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten und ist über viele Jahre in Vergessenheit geraten.

Das Podium wird an diesem Abend anlässlich des 40. Jahrestages der Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poescke über die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland und die lange Geschichte des Vergessens der Tat in Erlangen und anderenorts sprechen.

Welche Bedeutung hat das Gedenken an diese Taten?

Welcher Zusammenhang kann zwischen rechten Gewalttaten der Vergangenheit und aktuellen Ereignissen, wie beispielsweise in Halle und Hanau gezogen werden?

 

Teilnehmende des Podiums:

Seda Ardal von der Initiative 19. Februar Hanau I Bundestagsabgeordnete Martina Renner, Die Linke  

Ibrahim Arslan, Überlebender des Brandanschlags in Mölln 1992 I Lyriker und Autor Max Czollek

 

Der Live-Mitschnitt der Veranstaltung ist  zu finden auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=5zVdT63GXTA&feature=youtu.be

 

 

Eine Veranstaltung von der initiative kritisches Gedenken Erlangen e.V. gemeinsam mit bildung evangelisch in Europa e.V., unterstützt von der Partnerschaft für Demokratie leben!

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